Biketour «Many Hill Show»

Fotos folgen noch...

Von den Eckdaten her ein veritabler Alpenmarathon: 127 Kilometer mit 3’879 Höhenmetern. Es fand aber nicht in den Alpen statt, sondern direkt ab meiner Haustür. Die eigentliche Tour ist unter dem Kultnamen «Many Hill Show» bereits einigen Bikern bekannt. Zusätzlich fuhr ich ab meiner Haustür auch noch meine Anreise und Trainingsstrecke zum Pfannenstil, was zu den imposanten Daten führt.

Die Tour hatte ich schon mal ähnlich gefahren im Oktober 2010, allerdings rund um den Zürichsee, dafür nicht immer rauf und runter und mit dem Erlebnis der Nachtbegehung der Lägeren – Ein Erlebnis welches ich so schnell nicht vergesse und immer wieder für Erheiterung unter Gleichgesinnten führt ;-)

Die Details zu dieser Tour werden auf «Garmin Connect» angezeigt - einfach klickenAls ich in meinen Wintersportferien Anfang März das neue «Ride» in den Händen hielt und darin die Tour beschrieben ist, war für mich klar, dass ich dies nochmals anpacke. Das Wetter spielte am vorletzten Wochenende allerdings nicht so mit, weshalb nur der gestrige Sonntag das Ziel war. Der Wetterbericht war nicht grandios, doch sollte es nur wenig regnen… Also ging’s nach 10 Uhr mit dem Bike an den Start.

Ich startete bei mir in Hombrechtikon, fuhr meine bekannte Trainingsstrecke auf den Pfannenstil und dann runter nach Meilen, wo ich mit der Fähre den Zürichsee überquerte. Ich fühlte mich gut, aber nicht top fit. Die Zeitumstellung und der kürzere Schlaf waren bestimmt nicht die ideale Vorbereitung. Das bekannte Terrain sorgte aber dafür, dass ich mich bald wohl fühlte auf dem Bike und so meinen Rhythmus fand.

In Horgen angekommen ging’s durchs Tobel über Arn und Höhi hinauf, um später wieder runter nach Sihlbrugg zu fahren. Kurz die Hauptstrasse überquert und wieder rauf zum Schweikhof, wo ich ein paar Regentropfen abbekam, danach auf tollen Trails zum Albishorn, Albispass zur Buechenegg, Gamlikon und via Aumüli nach Stallikon runter. Hier gab’s einen genialen Trail, mit einem Haufen Stufen drin, welche einfach übersprungen werden konnten. In Stallikon eine Runde gemacht und schon ging’s wieder hoch via Folenweid zum Üetliberg. Dank dem eher schlechten, aber trockenen Wetter, waren nur wenige Wanderer unterwegs und der Aufstieg problemlos. «Top of Zürich» genoss ich den Blick auf Zürich und eine Bratwurst mit Cola – die hatte ich mir verdient ;-)

Später nahm ich den Trail auf dem Üetliberg im oberen Teil – das Ding macht Laune finde ich und ist gut fahrbar mit ein paar Anlegern und Rampen. Später dem Bahngleis nach Richtung Waldegg und runter nach Birmensdorf. In Reppischtal dann den Militäranlagen folgend nach Dietikon. Quer durch die Stadt bis zur Limmat und dort der renovierten Uferanlage entlang nach Oetwil. Ja, es ging schon lange nicht mehr Hoch – Zeit den Altberg zu erklimmen und via Gubrist zur ETH in den Hönggerberg zu strampeln. Chäferberg, Milchbuck, Zürichberg und der Zoo waren die nächsten Stationen. Auf dem Adlisberg noch den Turm bestiegen und einen Blick auf den Heimweg geworfen.

Via Lorenchopf, Elefantenbach, Burgwis, Werenbachtobel ging’s erst auf tollen Wegen am Bach entlang und über Oberhueb, Wassberg hoch zur Forch. Für mich Neuland und mit dem Bike ein genialer Naturweg durchs Tobel, wo man nie und nimmer denken würde, sich in der Stadt Zürich zu befinden – Herrlich! Ab Forch war’s wieder alles bekannt: Guldenen, Pfannenstiel und wieder runter zu mir nach Hause. Ja, die Zeitumstellung hat auch was Gutes: Ich schaffte es gerade noch ohne Lampe zu Hause anzukommen und den Weg gefunden zu haben ;-)

Die Tour bietet keine grossen technischen Herausforderungen, zerrt aber an den Kräften. Für mich war’s einfach eine «kleine» Herausforderung, wiedermal ans Limit zu gehen und gefordert zu werden. Als Fazit nehme ich mit: Alles im Grünen und mein Ziel von 10:30h für den diesjährigen Nationalpark Bike-Marathon ist wohl nicht sehr ehrgeizig. Unter 10h will ich nun schaffen!

Eine unbekannte gibt’s noch: Am Samstag «bekomme» ich mein neues Bike und mal sehen, wie’s sich dies dann entwickelt – ich bin gespannt und berichte wieder… Jedem der mal Lust hat, Zürich zu «umfahren», kann ich die Tour nur empfehlen – bei guter Sicht und tollem Wetter bestimmt auch noch ein Genuss die Panoramen zu geniessen!

Zur offiziellen Tour findet man mehr unter «manyhillshow.ch», resp. auch auf «ride.ch» die GPS-Daten.

2 Gedanken zu „Biketour «Many Hill Show»“

  1. Schon in der Ride habe ich über diese Gewaltstour gestaunt. Für einen Hobbyfahrer sind das ziemlich heftige Werte, speziell im März. Deshalb gibts ein grosser Daumen von meiner Seite!

  2. He Thomas

    gerad habe ich deinen Bericht gelesen: Cool geschrieben. Okay so eine Geschichte wie das letzte mal, hatt zwar etwas den Spass genommen, aber echt super Leistung von dir.
    Hast du nach dem Training Sonntag in Glattfelden doch noch ein neues Bike bestellt??
    Freu mich schon darüber zu lesen für welches du dich entschieden hast.
    Okay der alttag ruft. Grüsse aus Steinmaur Sacha

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