Biketöurchen «Vorderegg»

Aufstieg in's Krauchtal bei herrlichem Sommerwetter. Hier auf ca. 1'200m schon die ersten Höhenmeter hinter mir. Hinten sind die «Risetenhörner» bereits zu sehen... [Nikon D90 mit Tokina AT-X 124 AF PRO DX, 12-24mm, f/4]

Die Biketour «Vorderegg» ab Matt/GL gehört einfach zum jährlichen Pflichtprogramm. Nach 2008 und 2009 war's dann heute wieder soweit: Ich entschied mich nach einem sommerlichen Tag, die Tour mal eher abends zu fahren und so startet ich gegen 17 Uhr ab dem Parkplatz bei der Talstation der Seilbahn «Weissenberge» (860m). Nach dem gestrigen Ausscheiden der Schweizer Nati, war heute mal nicht Fussball angesagt ;-)

Im Dorf noch bei hohen Temperaturen gestartet, trieb es mir die Schweissperlen schon bei nach den ersten Höhenmetern heraus und innert kürzester Zeit war ich «pflotschnass». Der Rucksack mit Fotoapparat trug natürlich seinen Teil dazu bei, aber ich hatte einfach Lust, die Kamera mitzunehmen ;-) Danke dem Aufstieg durch den Wald und einem ab ca. 1'000 Meter begleitenden Lüftchen, war's aber auf einmal recht angenehm.

Der Track befindet sich in einem einwandfreien Zustand und ist aktuell sehr gepflegt. Es machte richtig Spass und nach dem Leiden anfangs der Tour, kam ich schnell in meinen Rhythmus und die Höhenmeter purzelten… Ein erster Ziel war dann mit der Alp Chrauchtal auf 1'320m erreicht. In der schon tief stehenden Sonne bot das Tal ein herrliches Bild. Bei der «Vorder Winggelhütten» auf 1'426m überquerte ich dann den «Chrauchbach» und der Aufstieg Richtung «Vorderegg» (1'840m) begann.

Die Tour im Überblick: Via Talstation «Weissenberge» ging's Richtung «Krauchtal» und von da hoch zur «Vorderegg». Danach verpasst ich leider bei der Abfahrt den Linksabbieger und fuhr so statt über «Weiden», noch eine zusätzliche Schlaufe, an welcher ich jedoch meinen Spass beim Downhill hatte. Später kam ich wieder auf die Originaltour zurück und den letzten Streckenteil fährt man wieder runter, wo's einige Zeit vorher mühsam bergauf ging...Irgendwie hatte ich diese Steigung noch nie so ring bewältigt! So war ich also rasch oben angekommen bei der «Ober Staffel», wo sich mittlerweile ein kleines Restaurant befindet. Ich genoss aber den Ausblick, nahm nochmals einen Schluck aus der Flasche, schloss alle Reissverschlüsse und war bereit für die Abfahrt – schliesslich galt es nun, die knapp 1'000 Höhenmeter wieder zu vernichten!

Anfangs führt einem der Trail quer durch grüne, blühende Wiesen, teilweise auf steinigen Singletrails, dann wieder einfach durch die Wiese. Ein Traum! Teilweise war's noch tückisch, da die Wiesen ziemlich Nass waren vom Regen der letzten Wochen, doch es machte riesig Spass! So viel Spass, dass ich den offiziellen Abzweiger verpasste und so die Tour ein wenig auf Schotter fortsetzte, bevor ich den Weg des Wanderpfades einschlug, da ich nicht nach Engi, sondern Matt wollte.

Der flowige Wanderweg bot viel Spass und war wohl gar keine schlechte Wahl – ein toller Singletrail, quer durch Wiesen und Wälder. Die letzten Höhenmeter gingen dann rasant auf Schotter weg und die Herausforderung war vor allem das Bremsen ;-) Es ging aber alles gut und so war ich innert Kürze bereits wieder am Parkplatz und mein frisch geputztes Bike aus dem Engadin bettelte schon wieder nach einer Reinigung…

Einmal mehr eine traumhafte Tour oder «Töurchen» bei genialen Bedingungen – ich kann sie jedem nur mal empfehlen zu fahren! Nach gefahrenen 18.4 km, gut 2 Stunden Fahrzeit, 980 Höhenmetern und knapp 2'500 verbrannten Kalorien freute ich mich dann auf den «Spiess» zu Hause…

Info gps-tracks.com

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