Archiv der Kategorie: Himalaya 2012

Titel Nomadic Trails

«Nomadic Trails», Himalaya, 1. Teil

Im Juni 2012 stand mein bisher grösstes Bike-Abenteuer an und ich ging mit einer bikeverrückten Gruppe für knapp einen Monat in den Himalaya, genauer gesagt in den Ladakh. Zusammen mit unserem Guide und Arzt sowie in Begleitung unserer ortskundigen Sherpas standen erst ein paar Akklimatisierungstage in Leh auf dem Programm, danach eine drei tägige Testtour und dann die eigentliche Tour, die «Nomadic Trails»-Tour.

Mit dem Bike auf 5’500m Höhe, der Ausblick auf die höchsten Berge der Welt, einfach unbeschreiblich!

Während wir uns in Leh im «Hotel» befanden, war danach stets unser Zelt das persönliche Zuhause. Anfangs noch mit dem Jeep transportiert, waren bald einzelne Pferdestärken für den Transport gefragt. Im Vorfeld war ich skeptisch, schliesslich schlief ich bis dahin keine einzige Nacht in meinem Leben im Zelt – ja, nicht mal im Militär. Aber es war super, wenn ich auch ehrlich sein muss, nach etwa 10 Tagen Zelten hatte ich langsam genug! Aber es blieb ja keine andere Wahl…

Anbei ein paar Eindrücke von diesem Abenteuer und quasi der Beweis, ich war dort! Es kamen ja Zweifel auf, weil keine Bilder hier folgten, doch leider schlief ab da mein Blog fast ein. Dies soll sich nun wieder ändern und es werden noch mehr Fotos von da folgen!

Der «Konzar La» (5’590m) war offiziell der höchste Pass, welchen wir mit dem Bike passierten und selbst da, hatte ich noch eine kurze Zusatzschlaufe gefahren (Mein GPS meinte 5’638m waren es!). Eindrücklich war auch der «Yalung Nyau La» (5’430m) auf welchem man einen gewaltigen Ausblick hatte und erstmals den Tsomoriri sah. Der höchste Punkt dieser Reise lag auf 6’018m und ist ein namenloses Hochplateau unterhalb des «Yalung Nong», gleich vom «Yalung Nyau La» aus, ohne Bike. Vom Pass aus ging’s dann aber Richtung See runter auf einem einmaligen, wohl längsten Singletrail der Welt! Die Höhe ist eindrücklich, der Körper kämpft – faszinierend ist, dass die Muskeln noch könnten, die Luft dazu aber fehlt. So geht alles ziemlich langsam voran, stets mit Pausen, kurzen und längeren Erholungen und unvergesslichen Ausblicken!

Der nächste Teil und weitere Fotos werden folgen… Es ist gerade jetzt, nach fast zwei Jahren, toll mich wieder in die Zeit zurück zu versetzen und die Bilder zu geniessen – hat auch was Gutes, blog ich dies erst jetzt ;-)

Packen für die Expedition in den Himalaya

Mein wetterfester «Reisekoffer» auf der ExpeditionLangsam gilt es ernst und die ersten Gedanken zum Packen sind bereits Vergangenheit. Die ersten Utensilien liegen bereit, die nicht wetterscheue Tasche wartet auf Inhalt. Vor einigen Wochen war ich für eine Woche auf La Palma zum Biken und hatte nebst 30kg Bikegepäck, noch einen Koffer von knapp 20kg und Handgepäck. Nun soll’s für mehrere Wochen in die Ferne gehen und das Limit liegt dieses Mal bei Bike, Ersatzteile, Reifen und Tasche bei 33kg! Dazu noch ein Handgepäck in Form meines Bikerucksacks von 7kg (inkl. «Mini»-Fotoausrüstung). Das stellt schon einige Herausforderungen an mich dar ;-) Aber so bin ich gezwungen wirklich nur das Nötigste mitzunehmen.

Entsprechend stellte sich mir auch die Bikefrage: Wenn ich dem Standard entsprechen würde, müsste ich weniger eigenes Ersatzmaterial (z.B. Reifen) mitnehmen. Aber klar ist, dass es ein «Niner» sein muss und somit automatisch ein Twentyniner sein wird – die grossen Räder machen bestimmt Spass auf diesen flowigen Trails. Mein Hardtrail wäre einiges leichter als mein Fully. Fragen über Fragen. Doch die Bikefrage habe ich auf Grund des Komfortvorteils auf Dauer für mein Fully und gegen das wohl leichtere und weniger Defekt anfällige Hardtrail entschieden. Allerdings, wenn’s dann knapp wird mit dem Gesamtgewicht, fällt der Entscheid vielleicht doch noch auf die 2kg leichtere Race-Maschine :-)

Die ersten Dinge liegen aus und wenn dann alles fertig bereit steht, werde ich quasi ein Gruppenfoto machen mit allem was mit kommt auf das «Dach der Welt».

Projekt «Himalaya 2012»

Logo Projekt «Himalaya 2012»Es war schon länger ein Traum von mir und diesen Sommer soll das «Verrückte» Wirklichkeit werden: Mit meinem Bike in den Himalaya und dort die Singletrails rocken! Gestartet wird in der indischen Himalaya-Provinz Ladakh und während gut drei Wochen wird der Himalaya auf den Nomadenpfaden erkundet. Die Tour führt mich unter anderem auf die Rupshu Hochebene. Diverse 5’000er sollen erklommen, flowige Trails gerockt werden. Ein Highlight wird sicher der angeblich höchste Bikepass der Welt werden im Grenzgebiet zu Pakistan: Der «Khardung La» mit 18.380 Fuss (=5’602m)!

Das Abenteuer findet mit einer kleinen Gruppe statt, begleitet von Einheimischen, welche unser Material auf Pferden transportieren und so dafür sorgen, dass die Trails auch wirklich genossen werden können: Ich und mein «Niner» :-) Weitere Infos werden hier bald folgen rund um die letzten Vorbereitungen, das Packen, etc. Ich freu mich riesig, habe aber auch einiges an Respekt, schliesslich wird mein Körper wohl seine Grenzen erfahren…

PS: Natürlich wird mich auch meine Kamera begleiten, die faszinierende Landschaft festhalten und mein Bike mal in anderer Kulisse dokumentieren… Schliesslich wird’s wohl eines der ersten Twentyniner in diesem Gebiet sein ;-)