Biketour «Mythen»

Die ersten Höhenmeter sind geschafft und eine kleine Pause ermöglicht den herrlichen Ausblick auf den «Ägerisee» zu geniessen... [Nikon D90 mit Tokina AT-X 124 AF PRO DX, 12-24mm, f/4]

Bisher kannte ich Rothenthurm lediglich von der Durchfahrt nach Schwyz, sprich dem Radarkasten im Dorf und der grossen Pfarrkirche St. Antonius mit dem beschrifteten Ziegeldach. Heute entschied ich mich, die Umgebung von da Richtung Mythen mal mit dem Bike zu erkunden und nach meinen «Pfannenstielfahrten» der letzten Tage mal wieder ein wenig mehr Höhenmeter am Stück zu absolvieren.

Parkiert hatte ich am Nationalfeiertag auf dem Parkplatz beim Volg, mitten im Dorf. Von dort ging’s erst eben aus aus asphaltierter Strasse dem Ziegelhüttenbach entlang. Nach gut einem Kilometer ging’s bereits übers Bahngeleise und der Anstieg stand wenig später an. Die nächsten 10 Kilometer bis zur «Haggenegg» (1’400m) waren eigentlich ein einziger Aufstieg. Erst auf Asphalt und ab dem Skilift (1’160m) auf griffigem Schotter vorbei bis «Bannegg». Da wurde es dann aber mal kurzfristig ziemlich unfahrbar, aufgrund der Bodenbeschaffenheit: Sumpf, Steine, Wasser – die Regentage liessen wohl grüssen. Einiges, vor allem über die Kuhweise, war aber doch fahrbar, mit der Konsequenz, dass mein Bike voll Dreck ist. Bald war ab der kleine Mythen im Fokus und da strampelte es sich via «Hochstuckli» bis zur «Haggenegg» viel einfacher bei blauem Himmel. Auf diesem Stück wurde auch der höchste Punkt der Tour mit 1’486m erreicht.

Gestartet in «Rothenthurm/SZ» und dann Richtung und um die «Mythen» sowie auf der anderen Bergseite via «Alpthal» wieder zurück - Gefahren im Gegenuhrzeigersinn. 36,5 km total zurückgelegt und dafür eine Fahr-, resp. Stoss- und Tragezeit von 4:23h benötigt :-)Bei der «Haggenegg» könnte man die Strecke einfach abkürzen und auf der andere Seite wieder weiterfahren. Aber ich war ja hier, um vor allem die «Mythen» zu umfahren und so folgte ich dem genialen Weg wieder runter auf festen Schotter und innert weniger Meter, konnten spektakulär, die ersten knapp 300 Höhenmeter wieder vernichtet werden. Stets mit dem Wissen, dass man die später wieder schwitzend aufholen muss ;-)

Unterhalb des «Grossen Mythen» fuhr ich auf Schotterstrassen und tw. genialen Waldwegen bei einerseits fantastischem Blick auf die verschiedenen Seen (Lauerzersee, Vierwaldstätter-, resp. Urnersee), andererseits auf die steile und steinige Wand des Bergs bis «Hasli» (1’160m). Hier kam dann eine Durchhaltestrecke: Auf dem Wanderweg ging’s nach oben – Anfangs noch schieben, bald hiess es Bike tragen, da der Weg sehr schmal wird und vor allem grosse Stufen zu überwinden sind. Aber da die Tour als «S2» angegeben ist, wusste ich ja, dass dies kommen wird ;-)

Einiges später kommt man wieder auf eine Schotterstrasse und endlich wird wieder auf dem Bike der Weg zurück gelegt. Unterhalb des Restaurants «Holzegg» führt die von mir beabsichtigte Strecke quasi gerade hinauf. Ich merkte bald, dass wegen der Steilheit und des Sumpfs, dies nicht fahrbar ist. Also wieder schieben… Motiviert durch das Restaurant im Blickfeld und die Absicht, dort was kühles zu trinken! Der Tag war viel heisser als ich dachte und viel fuhr ich an der Sonne – entsprechend war mein Wasserverlust riesig und mein Shirt sowie Helmfutter klitsch nass *schwitz*

Oben angekommen (1’410m), ging’s auf die Terrasse, den Ausblick geniessen und innert kürze 1 Liter Eistee vernichten – Die Dame dachte, ich hätte es umgeleert – Nein, ich hab’s getrunken *grins* Kurze Zeit später aber musste ich los, zwischenzeitlich waren einige Wolken aufgezogen und laut Meteo sollte der Regen ja gegen Abend kommen… Da ich erst die Hälfte der Strecke etwa hinter mir hatte, hiess es Tempo machen. Mein angestrebter Weg war nicht die offizielle Bikestrecke «2», sondern ein Pfad links davon. Geil: Cooler aber sehr fordernder Downhill auf Kies und über verwurzelte, schmale Waldwege – Ich war in meinem Element!

Die Abfahrt führte an der Beiz «Zwüschet Mythen» (1’350m) vorbei, wie der Name schon sagt, zwischen den Mythen – Zeit zum Einkehren hatte ich aber keine Zeit, resp. war mein Magen ja noch voll Eistee… Bald war wieder das Gegenstück zur «Haggenegg» erreicht auf 1’390m. Aber es wäre ja langweilig, den Aufstieg einfach runter zu fahren, wenn wohl auch weniger anstrengend als meine Route – doch ich war ja hier um Höhenmeter zu absolvieren. Nicht jammern, fahren!

An der Käserei und unter dem Skilift vorbei war ein genialer Ride hinunter in’s Tal, der lediglich ab und zu durch Weidezäune unterbrochen wurde. Entsprechend schnell war ich unten und schon auf der Dorfstrasse in «Alpthal» (990m). Nun fuhr ich auf Asphalt weiter und bald nahm ich den nächsten und letzten Aufstieg in Angriff: Ich musste nochmals hoch auf 1’230m. Auf dem guten Untergrund (Asphalt, griffiger Schotter) ging dies relativ gut und schon bald war ich oben.

Nun ging’s während fast drei Kilometern nur noch bergab, bis auf einen kleinen Anstieg dazwischen. Schotter oder Waldwege waren der Untergrund sowie im Wald teilweise noch vom Unwetter gespickt durch unzählige Tannenäste die aber meiste ein wenig weggeräumt wurden, so dass alles fahrbar war. Einzig die Handgelenke spürte ich bald, da die Schläge bei der Abfahrt doch recht deutlich zu spüren waren auf Grund des groben Schotters. Bald sah ich aber schon wieder die Kirche von Rothenthurm und da war ich auch schon wieder unten. Geschafft!

Für Anfänger vom fahrerischen her sicher nicht zu empfehlen, da doch anspruchsvolle Fahrpassagen vorhanden sind. Konditionell aber für den geübten Biker kein Problem und der Ausblick entschädigt! Mal sehen, was ich in der Zentralschweiz sonst noch so abfahren könnte…

Info gps-tracks.com

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