Biketour «O-Tour» als Testlauf

Bereits einiges an Höhenmetern liegt hinter mir und ich konnte mal den Ausblick geniessen: Wenn die Sicht auch eingeschränkt war, der Nebel bot ein herrliches Bild... [Nikon D90 war im Rucksack dabei]

Nach dem Nationalpark Bike-Marathon entschied ich mich spontan, dieses Jahr nochmals so was anzupacken. Kurz den Kalender gecheckt und gemerkt, dass es gar nicht so einfach ist. Doch ich wurde mit der «O-Tour» am 12. September in Alpnach fündig und schon war ich angemeldet – allerdings dieses Mal nur für eine kleine Strecke.

Entsprechend musste ich dies nun vorher mal rekognoszieren und genau das tat ich heute. Nicht ganz klar, wo die Strecke genau durchführen wird, doch denke ich, bin ich ziemlich da gefahren, wo es kommendes Wochenende durchgehen wird, bis auf die Strecke im Dorf selbst.

Gestartet bin ich in Alpnach (468m) beim Coop. Durchs Dorf, über die «kleine Schliere» und dann hoch an den Höfen vorbei Richtung «Lütoldsmatt» (1’149m). Der Aufstieg fühlte sich ziemlich lang an, doch dank Asphalt als Untergrund gut fahrbar – einzig die pralle Sonne machte mir unter dem Helm zu schaffen und so musste ich die eine oder andere kurze Pause einfügen. Ab ca. 1’200 Höhenmetern, nach dem Fahrverbot für Motorfahrzeuge, wechselte der Untergrund endlich auf Schotter und Split. Bei der «Rischigenmatt» (1’439m) führte mich mein Weg dann rechts weg und somit quer die Wiese hoch auf einem richtigen, steilen Dreckpfad, welcher mehrheitlich für mich nicht fahrbar war…

Hier die Tour, entspricht in etwa der Route der «O-Tour» vom 2009. Gestartet bin ich beim Coop in Alpnach und dann im Gegenuhrzeigersinn gefahren...Dieser führte mich nach der kurzen Schiebestrecke zur «Älggäu» auf 1’574m und somit auf den vorerst höchsten Punkt: Nun ging’s wieder abwärts auf Schotter. Natürlich gut fahrbar, doch das eine oder andere Weidetor zwang mich immer wieder zum Absteigen. Es ging an der «Chrüzliegg» (1’547m) vorbei und dann wieder hoch «Schrottenegg» auf gut 1’600m und somit dem höchsten Punkt der Tour. Zwischenzeitlich bin ich auch voll im Hochnebel angekommen und von Sicht konnte ich nicht mehr sprechen – es war nun auch eher kalt für mein kurzes Bikeshirt und die Abfahrt stand nun an…

Viele Höhenmeter wurden nun auf einer gut fahrbaren Split-/Asphaltstrasse vernichtet. Vorbei am Hof «Horweli» (1’396m) bis zum «Loch» auf 1’320m und dann wieder hoch auf 1’474m. Dazwischen war nun aber ein toller, spassiger Trail zu finden, der mich quer durch den Wald führte und technisch dank vielen nassen Wurzeln seine Tücken hatte. Diverse Baumstämme sorgten dafür, dass trotz Aufstieg viel fahrbar war und ich nicht im nassen Boden einsumpfte mit dem Bike. Kurze Zeit später war das Restaurant bei «Langis» von oben sichtbar, wenn auch in dichten Nebel gehüllt. War das ein Spass, diese sumpfige Wiese runter zu düsen an den mühsam aufsteigenden Wanderern vorbei. Einen Stopp auf der Terrasse gab’s nicht, sondern gleich vorbei und weiter runter mit 65km/h auf der Autostrasse… So schnell, dass ich meinen Abzweiger verpasst hatte und wieder hoch musste *doof*

Es folgte nochmals der eine oder andere leichte Aufstieg, der Trend war aber abwärts auf breiten Schotterstrassen. Für Abwechslung sorgte der eine oder andere Trail, mal quer durch die Wiese, mal durch den Wald. Allerdings nicht wirklich herausfordernd. Den Nebel liess ich hinter mir, die Sonne hatte mich wieder und es war spürbar wärmer geworden. Am Ende geht’s dann rasant hinunter und die Herausforderung ist bei dem Tempo vor allem die Kurven best möglichst zu fahren ohne sich zu überschätzen – was dann mit einem Ausritt in’s Grüne bestraft wird ;-)

In «Kägiswil» (484m) bin ich dann zurück auf der Hauptstrasse und von da auf dem Trottoir zurück zum Coop, wo ich nach 3:40h Fahrzeit, 43.7 km und 1’648 Höhenmetern quasi am Ziel war. Am kommenden Sonntag muss ich mich da aber noch «gewaltig» steigern, doch sehe ich da schon noch Potenzial… Mal sehen wie’s ausgeht, doch Spass habe ich ganz bestimmt – Natürlich berichte ich dann erneut! Die Tour ist bei guter Sicht bestimmt sehr schön zu fahren, aber technisch sollte man keine Erwartungen haben, sondern eher einfach eine gemütliche Tour in der Zentralschweiz fahren wollen…

2 Gedanken zu „Biketour «O-Tour» als Testlauf“

  1. Danke Chregu – war ebenfalls ein tolles Erlebnis bei bestem Bikewetter. Landschaftlich aber nicht mit dem Nationalpark zu vergleichen – dafür waren auch die «Qualen» diesesmal nicht vorhanden ;-) Nun ist fertig «Rennen» für’s 2010 und ich hoffe noch auf viele tolle Touren in diesem Herbst…

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