Biketour «San Lucio»

 Der Aufstieg von «Ronvico» (579m) nach Roveraccio (890m) führte teilweise auf sehr weichem und sumpfigen Untergrund nach oben... [Nikon D90 kam ich Rucksack mit]

Nach all meinen Trainingsfahrten war’s endlich mal wieder an der Zeit für eine richtige Tour, sprich ab in die Berge. Eigentlich wollte ich nach «Melchsee/Frutt», doch das schlechte Wetter inkl. Schnee machte mir einen Strich durch die Rechnung, weshalb ich mich am Freitag Abend spontan entschied, samstags in’s Tessin zu fahren.

Heute früh stellte ich allerdings fest, dass mein Schnupfen über Nacht massiv stärker wurde, aber abhalten konnte mich das nicht. Wollte ich aber ursprünglich gleich zwei Touren heute Samstag fahren, entschied ich mich, es eher «gemütlich» anzugehen. Bis zum San Bernadino schüttete es, oben schneite es sogar und dann, ja dann kam der sonnige Herbst im Tessin: Richtiges Bikewetter! Erstmal stand aber das Mittagessen mit einer Kollegin in Lugano auf dem Programm. Anschliessend ging’s bei ihr auf Shoppingtour, bei mir weiter nach «Sonvico». Auf dem Parkplatz neben dem Friedhof parkiert, Bike ausgeladen, gepackt und los…

Machte richtig Laune bei diesem herrlichen Wetter und nach einer kurzen Strecke durch Sonvico (552m) wechselte der Untergrund von Asphalt auf Schotter und bald auf einen steinigen Waldweg, welcher mich noch lange begleitet hat. Der stetige, strenge Aufstieg auf dem nassen Waldweg führte mich an «Roveraccio» (887m) vorbei, wo ich den herrlichen Panoramablick beim Kreuz kurz genoss, den Blick auf die mit Schnee bezuckerten umliegenden Gipfel und der Wind richtiges Bergfeeling aufkommen lies… Die letzten Aufstiegsmeter waren besonders streng, da der Weg eigentlich nur noch eine Schlammlandschaft war – ich kämpfte mich aber tretend hoch ;-)

Die Details zu dieser Tour werden auf «Garmin Connect» angezeigt - einfach klickenIn «Arla» wechselte ich dann auf Asphalt und die Steigung viel dadurch viel leichter aus. Stets dem Strässchen folgend kam ich durch «Paindera» (908m) wo es dann später, kurz unterhalb von «Cimadera» wieder auf einen Waldweg ging. Durch die schönen Wälder ging’s stetig bergauf, mal eher flach, mal wieder steil. Ein paar Häuschen mal gesehen, ansonsten aber die totale Einsamkeit. Aus dem Wald raus, stand ein letzter steiler Anstieg bevor und der Wegweiser sagte es mir: Bald ist das erste Ziel geschafft! Und wirklich, wenig später war ich auf dem Pass «San Lucio» (1’542 M) angekommen – welche ein Panorama das mich erwartete! Gleichzeitig befand ich mich nun genau auf der Grenze zwischen der Schweiz und Italien. Die Kirche steht bereits auf italienischem Boden und dort ging nach einer kurzen Pause mein Weg auch weiter. Ein herrlichen Trail auf dem Gras machte richtig Laune und ich wähnte mich gleich im Bikehimmel! Um so schöner, da ich wusste, dass auf der Nordseite der Regen sich austob ;-)

Bis «Bocchetta Di S. Bernardo» ging’s flowig auf dem Trail auf 1’586m und dann endlich runter durch den Wald und ab sofort auch wieder auf Schweizer Boden. Eine grobe Schotter-Strecke mit ein paar Steinen, welche aber gut umfahren werden konnten. Die Höhenmeter wurde zügig vernichtet und bald war ich in «Cimadera» (1’077m) angekommen, welches ich ein wenig unterhalb beim Aufstieg schon erkannte. Der darauf folgende Waldweg hatte es in sich und bewog mich, teilweise das Bike zu schieben/tragen, da der Untergrund zu schlammig und vor allem zu viele grosse Wurzeln und Stufen vorhanden waren. Aber dieser Abschnitt ging schnell vorbei und dann ging’s wieder auf Schotter und mit viel Speed runter in’s Tal. Auf 800m bog ich wieder auf eine Strasse ein und dieser asphaltierte Untergrund sorgte dafür, dass ich schon bald in «Sonvico» (590m) zurück war. Die letzten Meter durch die schmalen Gassen des Städtchens und die herbstliche Sonnenstimmung stand für meine Stimmung die ganze Tour über: Einfach traumhaft!

Es hat sich gelohnt in die «Sonnenstube» zu reisen und der Abend wurde dann in Ascona genossen, bevor ich dann wieder auf den Heimweg ging und somit auf der Höhe des San Bernadino auch den Regen wieder antraf… Ich fand die Tour traumhaft, technisch nicht die Herausforderung, aber der Blick bei der Kirche oben ist einfach sagenhaft und der Schnupfen machte das Atmen nicht einfacher, teilweise vergass ich ihn aber einfach ;-)

Info gps-tracks.com

2 Gedanken zu „Biketour «San Lucio»“

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