Biketour «Sunneland Oberland»



Nach all meinen kleineren Trainingsfahrten im Gebiet «Pfannenstiel», war’s gestern bei herrlichem Wetter an der Zeit, endlich mal wieder aus dem Trainingsgebiet auszubrechen und vor allem wiedermal ein paar mehr Höhenmeter zu absolvieren. Anfang November führte mich der Drang nach Höhenmetern schon mal zum «Hörnli» im Oberland und genau dorthin sollte es erneut gehen.

Nach einem ausgiebigen Frühstück zu Hause, einem gut gepackten Rucksack mit Getränken, Nahrung, warmen Klamotten und der Kamera startete ich nach dem Mittag bei herrlichem Sonnenschein und frisch geputztem Bike.

Von der Haustür ging’s erst mal via «Dachsegg» (616m) auf den «Güntisberg» (737m), wo der «Bachtel» als erstes Ziel bereits ganz nah war – mindestens optisch ;-). Leider führte mich der Weg erst wieder runter nach «Wald» auf 600m und dann strampelte ich mich via Unterbach hoch zum «Bachtel» (1‘115m). Wie befürchtet zog das herrliche Wetter viel Ausflügler an und so bestieg ich kurz den Turm, machte ein paar Fotos (traf witziger Weise oben noch eine Kollegin) und dann ging’s mit dem Bike den hinteren Trail runter via «Egg» (990m). Allerdings hatte es der sumpfige, nasse und teilweise mit Schnee bedeckte Trail am Schatten noch in sich… Ach ja, das Ziel war nun das «Hörnli» mit seinen 1‘133m.

Auf herrlichen Wegen, Trails und Singletrails ging’s dann weiter via «Allmen» (1‘076m) und «Stüssel» (1‘040m) nach «Ghöch» (962m). Wenig später ein herrlicher Trail quer durch den Wald, über sumpfige Wiesen bis nach «Steg» (694m). Beim Bahnhof hies es wieder Druck in die Pedalen geben, hoch bis auf’s «Hörnli» mit seinen 1‘133m. Ich litt schon ein wenig durch die kräfteraubenden sumpfigen Trails bis dahin… Aber oben angekommen entschädigte ein herrlicher Ausblick bei ebensolchem Wetter!

Die Details zu dieser Tour werden auf «Garmin Connect» angezeigt - einfach klickenEs war Zeit, noch ein Ziel anzustreben, obschon die Sonne langsam zu sinken begann: Es sollte noch zum «Schnebelhorn» gehen, mit 1‘292m der höchste Punkt des Kantons Thurgau Zürich! Via «Hulftegg» (945m) ging’s weiter. Ein steiler Anstieg auf den «Rothen» (1‘148m) durch tiefen Schotter lies mich die Oberschenkel richtig spüren… Der Weg zur «Hirzegg» (1‘088m) führte meist durch den Wald, welcher sich orange leuchtend als Folge des herrlichen Sonnenuntergangs präsentierte. Wobei wenig später das Schauspiel vorbei war und es hiess, Lampe monieren und weiter rauf zum «Schnebelhorn» (1‘292m). Die Bedingungen auf dieser Höhe war ziemlich kritisch, da nass, rutschtig, teilweise lag Schnee und es war ziemlich dunkel ;-) Den Gipfel gab ich auf und passierte auf 1‘200m den Berg.

Der Plan im Hinterkopf wollte eigentlich via «Schindelberg», «Höchhand» (1‘314m) und dann durch’s «Schmittenbachtobel» zurück nach Wald. Doch die Bedingungen, alleine unterwegs, zwangen mich vernünftigerweise den einfacheren Weg zu nehmen und ab der «Hinteren Strahlegg» (1‘030m) auf der Strasse hinunter zu fahren nach «Steg» (694m). Nach der rasanten Abfahrt ging’s durch’s «Fischenthal» (747m), via «Gibswil» (755m) nach «Wald» (620m). Zwischenzeitlich war’s ziemlich kalt und Kappe unter dem Helm, dicke Handschuhe sowie ein Halswärmer waren zum Glück im Rucksack mitgekommen und brachten nun ein wenig Wärme mit sich.

Ab «Wald» ging’s runter durch’s «Grundtal» und schliesslich wieder hoch nach «Oberdürnten» (575m). Via «Tann», «Bubikon» (525m) und «Oberwolfhausen» (520m) erreichte ich mein Trainingsgebiet beim «Lützelsee» und war froh, bald zu Hause zu sein (502m).

Es war ein härtere Tour als ich erwarte hatte: Nach 6,5 Stunden Fahrzeit auf dem Sattel, 80 Kilometern in den Waden und gut 2‘400 absolvierten Höhenmeter in den Oberschenkel war ich geschafft. Hm , ein wenig mehr als der Nationalpark Bike-Marathon… Eigentlich fühlte ich mich fit, doch denke ich, die harten Bedingungen auf den sumpfigen, schwergängigen Trails zerrten an meinen Kräften! Trotzdem, herrlich eine solche Tour im Januar zu fahren und nun heisst es wohl wieder: Trainieren, trainieren und nochmals trainieren!

2 Gedanken zu „Biketour «Sunneland Oberland»“

  1. Bravo! Mega Tour für Mitte Jäner. Natürlich wieder schön untermalt mit tollen Fotos.
    Übrigens, das Schnebelhorn ist der höchste Punkt vom Kanton Zürich und nicht vom Thurgau. Der höchste Punkt vom Thurgau ist der Grat zwischen Allenwinden und St.Iddaburg.
    Nebenbei: Mich würde noch die genaue Route über die Höchhand interessieren. Kenne diesen Teil nicht, sieht aber nach den Karten schön aus mit einigen Trails. (Unterhalb Habrütispitz runter und auf direktem Weg zur Höchhand, dann auf der Krete zum Schwarzenberg, runter bis Farner und weiter bis zum Tobel. Richtig? Aufstieg zur Höchhand fahrend/laufend?)

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